Alexandra Amar: Eine Reiterin, die Leidenschaft, harte Arbeit und Ehrgeiz vereint

Montag, 27. Januar 2025

Alexandra Amar, Mitglied des Schweizer U25-Elitekaders im Springreiten, hat es geschafft, ihre Leidenschaft für Pferde, ihre Entschlossenheit und eine tiefe Verbundenheit mit ihren Partnern zu vereinen, um sich unter den vielversprechenden Nachwuchstalenten dieser Disziplin zu behaupten.

Sie stammt aus der Schweiz und wuchs in einem familiären Umfeld auf, in dem die allgegenwärtige Liebe zu Pferden ihren Werdegang geprägt hat.

Wie selbstverständlich

„Ich bin in der Nähe von Pferden aufgewachsen“, erzählt Alexandra sichtlich bewegt. „Meine Mutter hatte schon immer eine Leidenschaft für diese Tiere, und sie hat mich an ihrer Seite aufwachsen lassen.“

So kam es natürlich, dass Alexandra im Sattel landete und sich in einem Ponyclub anmeldete. „Eines führte zum anderen, und man hat es nie geschafft, mich wieder vom Pferd zu bekommen“, scherzt sie.

Diese von Pferden geprägte Kindheit hat eine engagierte Reiterin geformt, die heute die Farben der Schweiz hochhält. Doch unter ihren zahlreichen Erinnerungen ist ein Moment besonders tief in ihrem Herzen verankert: der Grand Prix U25 im Palexpo.

Palexpo: ein Meilenstein und intensive Emotionen

Das Palexpo in Genf bedeutet für Alexandra weit mehr als nur einen Wettkampf. „Es ist eine legendäre Rennstrecke, die immer wieder beeindruckt. Ich hatte das Glück, diesen Moment im Kreise meiner Familie, meines Trainers und all der Menschen zu erleben, die mir wichtig sind.“

Bei diesem Turnier reitet sie Faramir, ein Pferd, das in ihrem Familienzuchtbetrieb geboren wurde und ursprünglich nicht für ihren Stall vorgesehen war.

„Er war sehr ängstlich und anfangs schwer zu handhaben, aber ich habe sofort, als ich auf ihn stieg, eine besondere Verbindung gespürt.“

Mit der Zeit und viel Arbeit ist es diesem Pferd gelungen, seine Ängste in Stärke umzuwandeln.

„Dieses große, ängstliche 6-jährige Pferd, das nicht einmal eine Runde zu Ende reiten konnte, absolvierte schließlich drei fehlerfreie Durchgänge auf einer der beeindruckendsten Hallenbahnenin Europa“ 

Alexandra beschreibt diese Erfahrung als einen echten Meilenstein.

„Das war eine echte Bestätigung – zu spüren, dass er bei seinem ersten Grand Prix über 145 cm sein ganzes Herzblut gegeben hat, da sind mir die Tränen in die Augen gestiegen.“

Im Jahr 2025 geht es in die Spitzenklasse

Nach einer Saison 2024, die von Abgängen von Pferden und Herausforderungen geprägt war, blickt Alexandra mit neuer Motivation auf das Jahr 2025.

„Palexpo hat mir neuen Schwung gegeben. Ich habe das Jahr 2024 genutzt, um mir wieder einen soliden Pferdestall aufzubauen, und jetzt bin ich bereit, mich dem Wettbewerb zu stellen.“

Heute arbeitet sie mit Edward Lévy zusammen, der das Training ihrer jungen Pferde betreut, darunter „I’m the Boss“, einen vielversprechenden 7-Jährigen, und „Fedora“, eine 9-jährige Stute, die für große Wettbewerbe vorgesehen ist.

„Dylan, der bei uns im Stall arbeitet, leistet hervorragende Arbeit. Wir setzen große Hoffnungen in unsere jungen Pferde.“

Ein ausgefülltes Leben zwischen Studium und Reiten

Parallel zu ihrer Reiterkarriere studiert Alexandra Jura, was eine tadellose Organisation erfordert.

„Mein Leben ist ein ständiger Wettlauf zwischen den Pferden, meinem Studium und meinem Privatleben. Aber ich liebe diesen Rhythmus mit 200 pro Stunde“, verrät sie.

Vom Unterricht zum Wettkampf, von der Jeans zur Reithose… Alexandra sieht in diesem Lebensstil ein echtes Abenteuer.

„Es ist ein Glück, dass die Tage zu kurz sind. Natürlich ist es manchmal anstrengend, aber eine Leidenschaft im Leben zu haben, ist ein Privileg.“

Was sie motiviert: der Fortschritt und die Verbindung zu ihren Pferden

Für Alexandra ist die Spitzenklasse kein Selbstzweck. „Was ich vor allem anstrebe, ist Fortschritt. Zu spüren, wie sich meine Pferde jede Woche, jeden Tag weiterentwickeln, ist meine größte Motivation.“

Diese tiefe Verbundenheit mit ihren Pferden steht im Mittelpunkt ihres Alltags.

„Schritt für Schritt einen Weg zu beschreiten, der kein Ende hat, mit meinen Pferden Neues zu entdecken – das ist es, was mich im Sattel hält. Mit ihnen suche ich ständig nach neuen Eindrücken und neuen Lernwegen.“

Ein Tipp für die Reiter von morgen

Wenn man Alexandra fragt, was sie jungen Reitern, die gerade erst anfangen, sagen würde, ist ihre Antwort von Weisheit geprägt: „Umgibt euch mit Trainern und Menschen, die aufrichtig an euch glauben und euch gut tun. Liebt eure Pferde mehr als alles andere und lasst alles andere hinter euch.“

Abschließend

Zwischen Leidenschaft, Disziplin und bedingungsloser Liebe zu ihren Pferden verkörpert Alexandra Amar eine Reiterin, die sich ständig weiterentwickelt und stets nach Spitzenleistungen strebt.

Sein Werdegang, geprägt von Herausforderungen und glorreichen Momenten, ist eine Quelle der Inspiration für alle, die in der Welt des Pferdesports vorankommen möchten.

Mit einer vielversprechenden Saison 2025 zeigt Alexandra, dassReiten weit mehr als nur ein Sport ist: Es ist eine Lebenskunst, eine Geschichte von Vertrauen und Ausdauer.